Sowohl bei Männern als auch bei Frauen gilt, dass sexuelles Interesse und Erregung mit dem Testosterongehalt im Blut zusammenhängen. Übermäßiger Alkoholkonsum verringert bei Männern den Testosterongehalt im Blut, mit der häufigen Folge, dass sie keine Erektion oder Samenerguss haben. Die Frustration darüber kann so groß sein, dass es beim nächsten Mal wieder nichts wird. Ca. 8 % der Alkoholabhängigen sind impotent. Bei der Hälfte lässt sich das nicht mehr rückgängig machen, selbst wenn sie mit dem Trinken völlig aufhören.
Bei Frauen verringert sich durch Alkoholkonsum der Östradiol-Gehalt (ein Östrogen), wodurch im Verhältnis der Testosteronspiegel ansteigt. Dies hat sexuelle Erregung zur Folge. Da Alkohol auch Hemmungen nimmt, kommt es durchaus vor, dass Frauen unter Alkoholeinfluss auf sexuellem Gebiet Dinge tun, die sie im nüchternen Zustand nicht getan hätten. Übermäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt auch den Zyklus der Frau. Darum haben alkoholabhängige Frauen häufig Menstruationsstörungen.
Abhängigkeit ist kein absoluter Begriff. Es gibt auch keine deutliche Grenze zwischen Abhängig- und Nicht-abhängig-Sein. Bei Alkoholabhängigkeit spielen zwei Dinge eine Rolle:
Abhängigkeit entsteht sehr langsam, und es wird vor allem im Anfangsstadium geleugnet, dass ein Alkoholproblem besteht. Das hat unter anderem damit zu tun, dass viele Menschen ein bestimmtes Bild von Abhängigen haben und sie sich sicher sind, dass sie dieses Bild nicht erfüllen. In einem späteren Stadium wird das Problem aus Scham oder aus Angst, aufhören zu müssen, geleugnet. Dem Abhängigen wird dann meistens klar, dass er nicht "normal" mit Alkohol umgehen kann. Einige Kennzeichen von Menschen, die zu viel trinken, sind:
Es ist sehr schwierig, schwere Trinker davon zu überzeugen, weniger zu trinken. Wenn jemand schnell verspricht, sein Verhalten zu ändern, sollte man diesem nicht zu schnell Glauben schenken. Wenn du dich über jemanden ärgerst, der zu viel trinkt, und du ihm das vorwirfst, ändert das häufig nichts. Meistens wird dir dann unterstellt, dass das Problem bei dir liegt. Du kannst schon sagen, dass du dir ernsthaft Sorgen machst, da du findest, dass er oder sie zu viel trinkt (fang darüber jedoch keine Diskussion an; es ist genug passiert, du musst darum an deiner Einschätzung des Konsums nicht zweifeln.). Du kannst sagen, dass du ein bestimmtes Verhalten inakzeptabel findest. Wichtig ist hierbei, deutlich zu machen, was du konkret meinst. Gib auch deine eigenen Grenzen an: Was akzeptierst du gerade noch und was nicht mehr. Gehe nicht davon aus, dass du den Trinker verändern kannst oder musst; falls du dies versuchst, wirst du schnell merken, dass es nicht hilft. Er oder sie wird es selbst tun müssen. Indem du Aufmerksamkeit schenkst, zuhörst und klar machst, dass Veränderungen möglich sind, kannst du jemanden ein bisschen zum Nachdenken bringen. Für eine persönliche Beratung kannst du auch das INFO-TELEFON (02 21/89 20 31) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anrufen.
Für Abhängigkeit gibt es mehr als eine Ursache:
Durch zu großen Alkoholgenuss kommt es zur Alkoholvergiftung. Meist beginnt sie mit einer euphorischen Stimmung, die in eine Bewusstseinsstörung übergeht. Später folgt eine Bewegungsunfähigkeit. Der Betroffene ist wie gelähmt. Hierbei besteht die Gefahr, dass die Zunge zurückfällt und die Atemwege blockiert. Auch kann Erbrochenes wieder eingeatmet werden. In beiden Fällen droht der Betroffene zu ersticken.
Auch kleinere Mengen Alkohol können die gleiche Wirkung haben, wenn sie zusammen mit Medikamenten oder Rauschmitteln in den Körper gelangen.
Medikamente und Alkohol vertragen sich nicht.
Die häufigsten Symptome der Alkoholvergiftung sind:
Nein. Die Leber funktioniert bei der "Abbau-Arbeit" wie manche Supermarkt-Kasse: Egal wie lang die Schlange ist, es geht immer mit der gleichen Geschwindigkeit voran.
Die Abbaurate in der Leber verläuft linear und beträgt unabhängig von der konsumierten Menge ca. 0,1 g Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht in der Stunde. Das entspricht bei einem 80 kg schweren Mann ungefähr der Alkoholmenge in einem kleinen Glas Bier (0,2 l). Auch mit Kaffee, Tanzen, Schwerarbeit oder sonstigen Rezepten lässt sich der Abbau nicht beeinflussen. Die Leber beginnt mit dem Alkoholabbau bereits wenige Minuten nach dem ersten Schluck, also nicht erst am Ende der Trinkphase. Wenn du erbrichst, geschieht das meist einige Zeit nachdem du den Alkohol getrunken hast. Deine Leber hat also bereits angefangen, ihn abzubauen. Zusätzlich wird ein Teil des Alkohols direkt durch die Magenschleimhäute aufgenommen. Erbrechen hilft dir also nicht dabei, schneller nüchtern zu werden, es sei denn es geschieht direkt nach der Aufnahme.
Alkohol ist in Deutschland eine legale Droge, die zu vielen Gelegenheiten und oft auch zu viel getrunken wird. Alkohol ist in Deutschland die absolute Nr. 1 unter den psychoaktiven Substanzen! Hier 10 Regeln zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol:
Ja, und dafür gibt es mehrere Gründe:
Voll ist out
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